Zur Herstellung von Rebuilt Tonerkartuschen werden, um hier eine gute Qualitätsbasis zu schaffen, nur einmal leer gedruckte Originalkartuschen, sogenannte "Virgins" eingesetzt.
Dies stellt sicher, dass das Erscheinungsbild der Kartusche dem einer Originalen sehr nahe kommt und einen guten Eindruck beim Verbraucher hinterlässt, mehrfach genutzte Kartuschen weisen meist erhebliche, äußere Beschädigungen auf.
Ferner ist durch die Verwendung von Virgins ebenfalls gewährleistet, dass die in der Kartusche verbauten und für die Druckqualität maßgeblich verantwortlichen Komponenten nicht komplett ausgetauscht werden müssen da Ihr Lebenszyklus wesentlich höher ist als die eigentliche Druckleistung es erfordern würde.
Im Zuge der Produktion werden die Virgins dann demontiert und gereinigt, die Komponenten überprüft und verschlissene Teile durch neue ersetzt, die OPC ( OPC - Organic Photo Conductor -, Drum ) und PCR ( Primary Charge Roller ) getauscht – (bei Rebuiltkartuschen aufgrund des hohen Qualitätsanspruches generell Empfohlen) mit Qualitätstoner befüllt und anschließend, je nach Bauart der Kartusche, der Tonertank versiegelt.
Am Ende einer jeden Produktion stehen dann die Tests zur Sicherstellung der Qualität.
Hierzu werden die Kartuschen einer eingehenden Prüfung auf Dichtigkeit und Funktion der Komponenten unterzogen denn auslaufendes Tonerpulver innerhalb eines Druckers oder während des Transports bzw. beim auspacken direkt beim Kunden, sorgt für gerechtfertigten Unmut beim Kunden und ist deshalb fatal für den Händler.
Anschließend wird die Druckqualität der Kartuschen mit Hilfe von verschiedenen Testseiten, welche speziell für diesen Zweck entwickelt wurden, überprüft. Diese Ausdrucke zeigen im Allgemeinen sofort ob Fehler vorliegen und meist auch, welches Bauteil den Fehler verursacht haben könnte. In diesem Fall wird die Kartusche erneut demontiert, die entsprechende Komponente überprüft oder getauscht und die Kartusche dann erneut geprüft.
Im Zuge der Sicherstellung der Qualität der Kartusche und zur Überprüfung der angegebenen Seitenzahl, wird normalerweise eine Kartusche aus jeder Charge einem Long Time-Test unterzogen. Hierbei wird die Kartusche unter Verwendung einer definierten Testseite leer gedruckt.
Diese Testseite entspricht einer fünf Prozent Deckung einer DIN A4-Seite mit Farbe der Kartusche und steht damit für die gängige Angabe der maximal möglichen Seitenzahl dieser Kartusche.
Beispiel: die X-Version einer Kartusche, ist aufgrund ihrer Füllung mit einer Seitenleistung für 7000 Seiten (5%-Seitendeckung) ausgewiesen und muss diesen Wert beim Long Time-Test erreichen. Wird allerdings beim Endkunden die Deckung aufgrund von vielen verschiedenen Ausdrucken nicht eingehalten weil hier vorzugsweise Diagramme, Tabellen, Fotos u. ä. gedruckt werden, sinkt dieser angegebene Wert zum Teil erheblich. Hier kommt es oft zu Mißverständnissen zw. Händler und Kunden welchen durch offene und direkte Information des Herstellers an den Kunden vorgebeugt werden sollte.
Hat die Kartusche alle Tests bestanden, wird diese mit Transportsicherungen versehen, sicher verpackt und ist damit bereit für den Transport zum Kunden.
Ein Video zu diesem Thema findet man hier




